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Strom sparen in der Küche

Küchengeräte richtig einsetzen.

Weniger Wasser bringt mehr Energiesparpotenzial

Im Grunde ist es ganz einfach: Je mehr Wasser im Topf ist, desto mehr Energie muss auch zum Kochen aufgewendet werden. Wer also seine Speisen mit viel Wasser kocht, läuft zum einen in Gefahr, unnötig Energie zu verbrauchen und zum andern auch wertvolle wasserlösliche Nährstoffe aus den Lebensmitteln auszuschwemmen. Da lohnt es sich, auf die Wasserzugabe zu achten. Eine Faustregel: Für 1 kg Gemüse reicht meist 1/8 l Wasser, um dieses schonend und energiesparend zu garen.

Jeder Topf braucht seinen Deckel

Wenn Sie beim Kochen immer einen Deckel verwenden, dann halten Sie auch damit Ihre Energiekosten auf Sparflamme. Denn ein passender, gut schließender Deckel reduziert Ihren Stromverbrauch beim Kochen um bis zu 60 %. Durch den Deckel bleibt die Hitze, wo sie hingehört – im Topfinnern.
Sie wollen noch mehr sparen? Mit einer guten Wärmeleitfähigkeit Ihrer Pfannen und Töpfe können Sie Ihre Energiekosten noch mal herunterfahren. Der ideale Topf ist auf den Plattendurchmesser der Kochstelle abgestimmt und verfügt über einen ebenen Boden. Damit ist optimale Wärmeübertragung garantiert.

Nutzen Sie die Wärmespeicherkapazität Ihrer Kochstelle

Die klassische Gusskochplatte: Im Vergleich zu anderen Kochfeldern braucht sie relativ lange, bis sie sich erhitzt – und ebenso auch wieder abkühlt. Doch die dabei entstehende Restwärme muss nicht ungenutzt in der Luft verpuffen.
Sparen statt Energieverlust – so einfach kann’s gehen:
Indem Sie im Voraus mit der Restwärme von Kochstellen rechnen, schlagen Sie dem Energieüberschuss ein Schnippchen. Denn auch wenn Sie die Kochstelle früher abschalten, müssen Sie sich keine Sorgen um Ihr leibliches Wohl machen: Die Restwärme eignet sich hervorragend zum Fertiggaren Ihrer Speisen. So lässt sich mir nichts, dir nichts ein ungebetener Energieüberschuss im Handumdrehen zum Energiesparen nutzen.
Übrigens: Auch bei Glaskeramik mit strahlungsbeheizten Kochstellen kann die Restwärme ausgenutzt werden, jedoch ist sie in geringerem Maße vorhanden.

Beim Backen kann meist auf Vorheizen verzichtet werden.

„Vorheizen bei 180 °C“ – denken Sie darüber nach, wenn Sie diese Anweisung in einem Rezept finden? Es kann sich für Sie lohnen, denn: Das Vorheizen ist bei den meisten Gerichten und vor allem bei Umluftbetrieb nicht notwendig.
Noch besser: Wenn Sie Ihren Ofen am Ende der Garzeit früher abschalten, nutzen Sie die Restwärme von 5-10 min optimal. Damit können Sie sogar bis zu 20 % Energie einsparen.

Programmwunder des Geschirrspülers

Der Geschirrspüler ist nicht nur bequem, sondern auch noch sparsam. Er schlägt den Abwasch von Hand in puncto Wasserverbrauch um Längen – wenn Sie die Maschine immer voll beladen. Es ist nicht notwendig, das Geschirr von Hand vorzuspülen, das Entfernen der gröbsten Reste genügt vollauf. Hier greifen Ihnen die Auswahlmöglichkeiten bei den Programmen unter die Arme. Bei besonders starker Verschmutzung können Sie höhere Temperaturen einstellen. Generell gilt: Je länger aufgeheizt werden muss, desto höher ist der Stromverbrauch. Deshalb möglichst häufig bei 50 - 55 ºC zu spülen. Wer außerdem auf das Vorspülprogramm verzichtet und Kurz- und Sparprogramme nutzt, hat am Ende sauberes Geschirr und dabei 10 - 15 % Strom gespart. Haben Sie nach Programmende schon mal nachgesehen, ob noch ein Lämpchen leuchtet? Die meisten Maschinen laufen nach der Fertigstellung im Stand-by-Betrieb weiter. Also am besten sofort ausschalten und unnötige Betriebskosten vermeiden.

Sparen beim Aufheizen des Wassers im Geschirrspüler

Die meisten Geschirrspüler können Sie direkt an die Warmwasserleitung anschließen. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn die Leitungswege vom Warmwasserspeicher zum Geschirrspüler kurz sind. Am effizientesten sind übrigens Anlagen, die mit regenerativen Energien arbeiten.
Ihr Vorteil: Das kalte Wasser wird dabei nicht in der Spülmaschine aufgeheizt. So kann die Spülzeit um bis zu 25 % verringert werden. Dabei können Sie immerhin rund 40 % Strom sparen. Den meisten Strom verbraucht der Geschirrspüler nämlich zum Aufheizen.

Richtiger Standort für Kühl- und Gefriergeräte

Stellen Sie Kühl- und Gefriergeräte am besten nicht direkt neben Heizung, Herd oder Backofen auf. Das Gleiche gilt für direkte Sonneneinstrahlung. Damit können Sie verhindern, dass die Geräte erwärmt werden und somit mehr Strom zur Kühlung verbrauchen. Ideal: Separate Gefriergeräte stehen am besten in unbeheizten Räumen, denn jedes Grad weniger an Raumtemperatur spart circa 4% Energie! Ihr Kühl- oder Gefriergerät benötigt zudem einen ausreichenden Abstand zur Wand, um die Wärme am Verflüssiger auf der Rückseite des Geräts abzugeben und optimal – für Sie und Ihre Geldbörse– zu arbeiten.

Kühlgerät richtig einstellen

Je kälter, desto besser? Keineswegs, denn je niedriger Ihre Geräte die Temperatur halten müssen, desto mehr Energie wird dafür benötigt. Und dies macht sich langfristig bei Ihren Kosten bemerkbar. Indem Sie effizient kühlen hält sich auch der Energieaufwand im Rahmen. Die richtige Lagertemperatur liegt bei 5 - 7 °C im Kühlschrank und -18 °C im Gefriergerät. Wie viel sind Ihnen Niedrigtemperaturen wert? Jedes weitere Kältegrad verbraucht 6 % mehr Strom und kostet somit bares Geld.

Kühl- und Gefriergeräte pflegen ist wichtig

Schon bei der Wartung und bei der Handhabung lässt sich viel Geld sparen. Hier einige Beispiele:

• Je kürzer die Tür offen steht, desto weniger Kälte kann auch entweichen.
• Ist Ihr Gerät dicht? Grundvoraussetzung sind gut schließende Türen und eine intakte Gummidichtung.
• Nur ganz abgekühlte und zugedeckte Speisen gehören in das Kühl- oder Gefriergerät.
• Gelegentliches Abtauen Ihrer Kühl- und Gefriergeräte zahlt sich aus, denn eine dicke Eisschicht wirkt wie Dämmmaterial.
• Wenn die Lüftungsgitter sauber und frei von Gegenständen sind, verhindern Sie einen Wärmestau.

Dynamisch gekühlt spart Energie

Bei Geräten mit dynamischer Kühlung verteilt ein Ventilator die gekühlte Luft gleichmäßig im Kühlraum. Das bedeutet, dass die gelagerten Lebensmittel sich entsprechend schneller abkühlen. Mit der neuen Generation von Kühlgeräten gehört das Einräumen der Lebensmittel nach Temperaturbereichen der Vergangenheit an – und neu Eingelagertes kühlt außerdem schneller ab. Bei elektronisch gesteuerten Geräten wird die eingestellte Gradzahl immer exakt eingehalten. Und das spart Energie. Bei einigen Modellen befindet sich zusätzlich in der Türinnenseite eine dynamische Kühlung, so dass auch dort die Lebensmittel beliebig eingeräumt
werden können. Eine weitere Besonderheit: Kühlgeräte mit Kaltlagerzone (Temperatur nahe 0°C). Diese Kaltlagerzone erhält die Qualität frischer Lebensmittel bis zu dreimal länger als in einem herkömmlichen Kühlschrank – wenn die Luftfeuchtigkeit stimmt.

Achten Sie daher auf die richtige Einordnung der Lebensmittel:
• Eine Kaltlagerzone mit hoher Luftfeuchtigkeit ist geeignet für Obst und Gemüse.
• Eine Kaltlagerzone mit niedriger Luftfeuchtigkeit eignet sich für verpackte Fleisch-, Fisch -und Milchprodukte.

No-Frost-Technik erleichtert das Abtauen

Abtauen ist ein Muss, keine Frage. Wenn der Verdampfer, durch eine Eisschicht behindert, nicht richtig arbeiten kann, dann schaltet sich immer öfter der Motor ein – und Ihre Energiekosten steigen. Jetzt müssen Sie bei manchen Geräten nicht einmal mehr selbst Hand anlegen.
Stark vereiste Gefrierfächer in Kühlschrank oder Kühl-Gefrierkombination wie auch ein stark vereistes Gefriergerät schlagen mit höheren Verbrauchskosten zu Buche. Die Geräte müssen von Hand abgetaut, d. h. die Reifschicht entfernt werden. Bei Geräten mit moderner No-Frost-Technik erfolgt das Abtauen automatisch in den Betriebspausen. Zwar ist der Stromverbrauch etwas höher durch die Abtauheizung, doch das machen die Geräte während des Betriebes locker wieder wett, da kein Reifansatz entsteht.