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Strom sparen beim Heizen, Lüften, Klimatisieren

Mit der richtigen Raumtemperatur können Sie bares Geld sparen.

Heizkörper sind Staubfänger

Keine Frage, Staub ist eine ganz schön lästige Angelegenheit. Doch damit ist es nicht getan – er kann Sie sogar noch Geld kosten. Sind Ihre Heizkörper voller Staub, so kann die Heizleistung nicht völlig ausgeschöpft werden und die Konvektion wird verringert.
Wie ist das prüfbar? Heben Sie einfach den Deckel der Verkleidung ab. Findet sich dort einem Ansammlung von Staub und Schmutz, so lohnt sich ein Griff zum Staubsauger mit einer langen Düse. Noch wirkungsvoller sind lange Rundbürsten. Den dabei aufgewirbelten Staub sollten Sie am besten direkt mit dem Staubsauger auffangen. Und auch Rippenheizkörper können gereinigt werden. Eine Möglichkeit besteht darin, ein feuchtes Tuch dahinter zu hängen und mit dem Föhn den Staub von vorn dagegen zu blasen – und die Wärmeabgabe ist wieder top.

Zu viel Luft in der Heizung raubt Ihnen Energie

Wenn Ihr Heizkörper nicht richtig funktioniert, wird unnötig viel Energie verbraucht. Das ist nicht nur kostspielig, sondern belastet auch noch die Umwelt.
Deshalb einfach prüfen, ob der Heizkörper ungleichmäßig warm ist. Wenn es dazu auch noch „gluckert“, ist es höchste Zeit zum Entlüften. Dazu schalten Sie Ihre Heizungsumwälzpumpe ab und öffnen einige Minuten später das Entlüftungsventil, um die im Heizkörper vorhandene Luft entweichen zu lassen. Halten Sie dabei
einen kleinen Becher unter das Ventil, um heraustropfendes Wasser aufzufangen. Anschließend drehen Sie das Ventil wieder zu, prüfen den Druck in Ihrem Heizkörperkreislauf und schalten die Pumpe wieder ein. Der richtige Wert ist meist auf Ihrem Manometer an der Heizungsanlage als grüner Bereich gekennzeichnet

Bei reduzierter Raumtemperatur sparen Sie bares Geld

Maß halten – das gilt nicht nur für die eigene schlanke Linie, sondern auch für die Ihrer Heizkosten.
Wie hoch halten Sie für gewöhnlich denn Ihre Raumtemperatur? Eine gute Frage, denn zu viel des Guten kann Sie teuer zu stehen kommen. Im Wohnbereich sollte die Durchschnittstemperatur möglichst nicht mehr als 20 °C betragen und nicht weniger als 17 °C (außer bei Abwesenheit). Hier einige Richtwerte für die wichtigsten
Räume:
• Vorzimmer: 15–18 ºC
• Schlafzimmer: 15–18 ºC
• Küche: 16–18 ºC
• Kinderzimmer: 20 ºC
• Wohnzimmer: 20–22 ºC
• Bad: 22–24ºC

Schon gewusst? Wenn Sie die Raumtemperatur um 1 °C reduzieren, sparen Sie bis zu 6 % Heizenergie. Weniger genutzte Räume weniger zu heizen lohnt sich also. Übrigens: Eine optimierte Raumtemperatur reduziert nicht nur Ihren Energieverbrauch, sondern verbessert auch das Wohlbefinden und die Gesundheit!

Lassen Sie das ein Thermostatventil regeln

Heizen ganz nach Gefühl – das kann ein reichlich teurer Spaß werden. Es sei denn, Sie überlassen das einem Experten auf dem Gebiet: dem Thermostatventil.
Das misst die Umgebungstemperatur und macht davon dann die Durchflussmenge im Heizkörper abhängig. So schafft es dieser Temperaturregler mit viel Fingerspitzengefühl, die Raumtemperatur konstant auf dem von Ihnen eingestellten Wert zu halten. Eine Investition, die sich lohnt: So sparen Sie bis etwa 4–8 % Heizenergie. Der Austausch alter Ventile macht also Sinn. Und für noch mehr Bequemlichkeit sorgen elektronisch geregelte Thermostatventile. Sie besitzen eine integrierte Zeitschaltuhr und sind programmierbar, so dass Sie Heizzeit und Temperatur individuell auf Ihre Lebensgewohnheiten abstimmen können. Mehr Komfort geht nicht!
Achtung: Damit das Thermostatventil richtig arbeiten kann, darf es nicht durch Vorhänge oder ähnliches verdeckt werden. Sollte hier ein Vorhang das Thermostatventil verdecken, verwenden Sie Thermostatventile mit Fernfühler.

Wie oft sollte in jedem Raum pro Tag gelüftet werden?

Fünf bis zehn Minuten die Fenster vollständig öffnen reicht meist völlig aus, um die verbrauchte Raumluft auszutauschen. Mindestens zweimal täglich sollte jeder Raum ausreichend gelüftet werden. Am effektivsten handeln Sie jedoch, wenn Sie das Lüften der Räume abhängig von Funktion, Nutzung und Bedarf (z. B. Geruchsbelastung, Luftfeuchtigkeit) machen. Für Wohnräume gilt: mindestens zweimal täglich lüften. Bei vielen Pflanzen, Feuchtigkeitsquellen oder schlechter Luftqualität empfehlen sich weitere Lüftungen. Schlafräume zweimal täglich sowie bei Bedarf lüften. Wenn Sie hier während der Nacht nicht auf gekippte Fenster verzichten wollen, dann schließen Sie diese zumindest tagsüber. Die Spitzenreiter Küche und Bad sollten drei- bis viermal pro Tag gelüftet werden. Wichtig: Wegen der höheren Luftfeuchtigkeit dabei die Zimmertüren geschlossen halten, damit diese nicht in die benachbarten Räume strömt. Wer nach dem Kochen, Duschen oder Baden zusätzliche Stoßlüftungen durchführt, verhindert Kondenswasser an Wänden und Fugen und somit Schimmel.

Effektiv lüften mit wenigen Tricks

Energiesparen ist im Trend. Und das Beste ist, dass Sie mittlerweile ohne Komfortverlust sparen können. Doch auch hier gilt es, maßzuhalten und nicht zu übertreiben. Wer zum Beispiel zu wenig heizt und lüftet, der riskiert Schimmelbefall und somit Schäden an der Bausubstanz, hohe Energiekosten und vor allem seine Gesundheit. Ausschalten heißt hier die Devise. Wer beim Lüften den Heizkörper herunterdreht, der verhindert gleich mehrere Dinge: Es entweicht nicht unnötig viel Wärme ins Freie und der Thermostat versucht nicht etwa, die entweichende Wärme durch teures „Überheizen“ zu kompensieren. Trick 17: Sie können gegebenenfalls auch das Ventil abdecken, damit der Thermostat beim Lüften nicht automatisch anspringt. Sie besitzen eine Fußbodenheizung? Hier lohnt es sich nicht, diese für kurze Zeit ausschalten, sie reagiert zu träge.

Stoßlüften vor Kipplüften

Dauerlüften ist „out“, denn: Gekippte Fenster sind Energiefresser! Das Ergebnis ist lediglich ein ausgekühltes Mauerwerk und ein zu geringer Luftaustausch. Und wenn Sie Pech haben: sogar Schimmelpilzbildung bei niedrigen Außentemperaturen, denn die feuchte Raumluft kann am Mauerwerk kondensieren. Billiger und energiesparender: stoßlüften. Wer die Fenster vollständig für 5–10 min öffnet, sorgt dafür, dass die verbrauchte Raumluft schnell ausgetauscht wird. Dank der kurzen Lüftungsdauer kühlen die Wände und Möbel nicht aus und die darin gespeicherte Wärme hilft danach beim Aufwärmen der Frischluft. Besonders effektiv: querlüften. Das bedeutet, dass Sie zusätzlich die Fenster in den gegenüberliegenden Räumen öffnen. So geht die Sache mit dem Lüften noch schneller und spart Zeit.

Klimagerät richtig einsetzen

Mit dem Kauf allein ist es eben doch nicht getan: Auch der Umgang mit dem Klimagerät entscheidet über die Effizienz – und somit über die Kosten. Mit ein paar Tipps bewahren Sie jedoch einen kühlen Kopf:
• Ideal: Die Leistung des Klimagerätes richtet sich nach der Raumgröße. Am besten also gleich die Kühllast vom Fachmann berechnen lassen.
• Offene Fenster und Türen bremsen Ihr Klimagerät: Es läuft durch die kontinuierliche Zuströmung von Warmluft auf Hochtouren und verbraucht unnötig viel Strom.
• Schon einmal darüber nachgedacht? Kompaktgeräte haben immer einen Energieverlust wegen der notwendigen Öffnung in Tür- oder Fensterspalten.
• Psst, wussten Sie schon? Modernste Klimageräte sind sogenannte Invertergeräte, welche sowohl kühlen als auch heizen können.
• Stichwort Geräuschpegel: Gerade bei längeren Betriebszeiten und in der Nacht kann dieser stören. Auf dem Energielabel finden Sie Angaben zum Geräusch. Je niedriger der Wert, umso leiser ist das Gerät.

Billiger und energiesparender: stoßlüften. Wer die Fenster vollständig für 5–10 min öffnet, sorgt dafür, dass die verbrauchte Raumluft schnell ausgetauscht wird. Dank der kurzen Lüftungsdauer kühlen die Wände und Möbel nicht aus und die darin gespeicherte Wärme hilft danach beim Aufwärmen der Frischluft.
Besonders effektiv: querlüften. Das bedeutet, dass Sie zusätzlich die Fenster in den gegenüberliegenden Räumen öffnen. So geht die Sache mit dem Lüften noch schneller und spart Zeit.