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Energieeffizienz im Haus und Gebäude

Was können Sie an Ihrem Haus verbessern?

 

Mit einer Isoliertapete lässt sich so manches Leck stopfen

Als Mieter hat man es nicht immer sonderlich leicht mit dem Energiesparen. Doch auch hier können Sie aktiv werden und zumindest schon einmal einen kleinen, aber feinen Beitrag zu Ihrer persönlichen Energieersparnis leisten. Wer seinen Innenraum dämmen will, kann mit einer Dämmtapete in der Heizkörpernische
oder Dämmplatten an der Außenwand den Wärmeverlust stoppen und Risse oder Unebenheiten der Wand überdecken. Beim Material bieten sich Ihnen verschiedene Möglichkeiten: Sie können sich für Tapeten (Polystyrol) für Heizkörpernischen oder Platten (Calcium-Silikat-Platten) für die Innendämmung der Außenwand entscheiden, die anschließend auch übertapeziert werden können. Doch Vorsicht: Sie sollten in jedem Fall einen Fachmann konsultieren. Andernfalls drohen Schimmel und unerwünschte Wärmebrücken.

 

Thermografie-Verfahren hat Potenzial

Man kann in ein Haus nicht hineinschauen? Kann man doch, denn die Wärmebildkamera macht’s möglich. Und das kann Ihnen wichtige Informationen verschaffen – zum Beispiel beim Hauskauf. Heizleitungen sind nun einmal nicht offen sichtbar und deren Verlauf nicht nachvollziehbar. Doch genau das können Sie dank dem Thermographie-Verfahren ermitteln. Es ist Ihnen so zum Beispiel auch möglich zu prüfen, ob die Heizleitungen in Ihrem Objekt der Begierde nicht etwa veraltet sind und versteckte Leckagen aufweisen. Schließlich wäre das ein Energieloch ohne Boden, das es zu enttarnen gilt. So verhindert dieses gewiefte Verfahren, dass man Ihnen einen Bären aufbindet – und Sie gehen auf Nummer sicher. Psst, noch ein ganz heißer Tipp: Bei den Ermittlungen Ihrer individuellen Einsparungsmöglichkeiten kann Ihnen ein Energieberater sagen, wo’s langgeht.

 

Türdichtungen austauschen hilft beim Energiesparen

Dichtungsprofile sind Verschleißartikel. Kein Wunder, denn sie sind schließlich enormen thermischen und mechanischen Belastungen ausgesetzt. Damit ist eine Ermüdung vorprogrammiert: Die Lebensdauer liegt je nach Fall zwischen 7 und 15 Jahren. Eine rechtzeitige Auswechslung kann Ihren Energieverbrauch niedrig halten. Und hier noch ein Tipp für den Kauf: Wer sich nicht sicher ist, um welches der unzähligen Dichtungsprofile es sich bei seiner Tür handelt, der kann einfach ein Stück der alten Dichtung mit zum Fachmann nehmen. Das Auswechseln hilft Ihnen nicht nur beim Sparen von bis zu 5 % Energie, sondern erhöht auch den Schallschutz.

 

Eine neue Haustür eröffnet viele Sparmöglichkeiten

Aluminium selbst leitet Wärme leider recht gut nach außen. Kein Wunder, dass hier eine besonders gute Isolierung (thermische Trennung) nötig ist. Üblich sind Hartschaumdämmschichten im Türblatt. Sie dienen sozusagen als nicht wärmeleitender Abstandshalter der Außen- und Innenprofile. Dabei sorgt eine mit Luft gefüllte Hohlkammer für eine weitere Wärmedämmzone. Dazu noch doppelt umlaufende Dichtungen und voilà – fertig ist Ihre Traumtüre. Der Klassiker Holz hat von Haus aus gute Dämmeigenschaften. Dabei braucht es bei den Türblättern allerdings eine gewisse Mindeststärke. Genauso müssen sie auch massiv gebaut sein. Wer dem noch gute Dichtungen hinzufügt, der hat wirklich alles richtig gemacht. Besonders bewährt, insbesondere bei hohen Anforderungen an den Einbruchschutz, ist auch die Kombination aus Aluminium und Holz. Auch bei transparenten Türen mit Lichtausschnitten besteht kein Energierisiko, wenn Sie
hochisolierendes Wärmeschutzglas einsetzen.

 

Können Sie sich auf Ihre Heizungsanlage verlassen?

Lassen Sie Ihre Heizungsanlage regelmäßig und gerade zu Beginn der Heizperiode warten. Bis zu 15 % Energie können Sie so einsparen.

Zur Inspektion der Heizung gehören:
• Überprüfung der Regelungs- und Sicherheitseinrichtungen
• Reinigung von Kessel und Brenner
• Austausch der Verschleißteile, Brennerdüsen und Filter
• Messung der Abgaswerte

Die Wartung von Öl- und Gasheizungen muss von den kundigen Händen eines Fachhandwerkers durchgeführt werden. Ist der Fachmann vor Ort, lohnt sich doch gleich auch eine Prüfung, ob die Anlage dem Stand der Technik entspricht. Ältere Anlagen können wahre Energieverschwender sein, da bis zu ein Drittel an Energie verpufft. Ein Tipp für Ölheizungen: Wer eine der neuen schwefelarmen Heizölsorten verwendet, kann den Reinigungsaufwand deutlich senken. Diese Ölsorten punkten mit einer sehr sauberen und nahezu rückstandsfreien Verbrennung.

 

Zeitgemäß pumpen mit der Hocheffizienzpumpe

Ein wahres Spartalent, das nicht wählerisch ist: Eine Hocheffizienzpumpe bzw. geregelte Heizungsumwälzpumpe lässt sich in jedes Heizungssystem einbauen, das keine integrierte Umwälzpumpe aufweist. Eine Standardpumpe, die 24 h am Tag Vollgas gibt, ist einfach nicht mehr zeitgemäß und für Ihren Geldbeutel nicht wirklich tragbar. Die Hocheffizienzpumpe zeigt dagegen, wie’s richtig gemacht wird. Sie erkennt nämlich, wie viel Wärme benötigt wird. Das heißt, sie fährt in ruhigeren Zeiten mit der Leistung zurück – und diese differenzierte Steuerung macht sich deutlich bemerkbar:
Bis zu 70 % Einsparung kann eine solche Pumpe herausholen und das bei Kosten für die neue Pumpe plus Installation von ca. 300,00 - 400,00 €. Eine ganze Menge also. Doch damit nicht genug: Sie zeigt überdies auch noch den wirklichen Stromverbrauch an, sodass Sie immer das Ruder in der Hand behalten.

 

Hydraulischer Abgleich sorgt für gleichmäßige Wärme

Unten sind die Heizkörper knallheiß, in den oberen Stockwerken eher lauwarm – ein bekanntes und vor allem ärgerliches Phänomen im Eigenheim. Der Schlüssel zur Lösung liegt in der korrekten Voreinstellung der Thermostatventile. Sie regeln, wie viel Wasser durch den einzelnen Heizkörper fließt. Die jeweilige Menge muss dabei für den einzelnen Raum durch Ihren Fachmann individuell berechnet worden sein. Hier ist Courage gefragt – denn oftmals wird ein solcher hydraulischer Abgleich von Heizungsinstallateuren nicht durchgeführt. Stattdessen wird meist eine leistungsstärkere Pumpe eingebaut oder die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage zu hoch eingestellt. Und das kostet Sie bares Geld, denn es verursacht einen erhöhten Energieverbrauch.

 

Schicken Sie Ihre alte Heizungspumpe in Pension

Wie alt ist Ihre Heizungspumpe? Ein veraltetes – und entsprechend ineffizientes – Gerät kann Ihre Stromrechnung enorm belasten. Wie sehr, das zeigt sich im Einsparpotential: Sie können den Stromverbrauch Ihrer Heizungspumpe immerhin um bis zu 70 % senken. Dabei muss nur auf einige Dinge geachtet werden:  Noch Anfang der 1980er Jahre waren Pumpen mit 140 W Leistung Standard. Jüngere Heizungsanlagen besitzen immerhin schon Pumpen mit nur noch 45 - 90 W. Moderne, elektronisch gesteuerte Hocheffizienzpumpen brauchen nur noch 7 W im durchschnittlichen Einfamilienhaus. Dieses Gerät in Verbindung mit einem optimierten Heizungssystem bringt enormes Einsparpotenzial. Noch ein Tipp: außerhalb der Heizperiode die Steuerung auf Sommerbetrieb stellen.

 

Was passt: Heizkörper oder Fußbodenheizung?

Da muss schon ein Vergleich beider Systeme her, um die jeweiligen Vor- und Nachteile zu entlarven. Die Überlegung fängt sogar schon einen Schritt vorher an – bei der Planung des Heizgerätes: Welche Art von Wärmesystem möchten Sie verwenden? Wenn es denn z. B. eine Wärmepumpe für Sie richten soll, dann ist die Fußbodenheizung Ihr Favorit. Diese Geräte benötigen ganz einfach eine wesentlich geringere Vorlauftemperatur als beispielsweise Öl- oder Gasgeräte erzeugen. Je niedriger die Vorlauftemperatur ist, desto wirtschaftlicher arbeitet die Wärmepumpe. Was spricht noch für die Fußbodenheizung? Der Wohlfühlfaktor: Die hier abgestrahlte Wärme ist viel behaglicher und angenehmer als die der Heizkörper. Die Wärme aus dem Fußboden erwärmt zuerst Ihre Füße und gleitet dann langsam am Körper nach oben. Und durch die Fußbodenheizung kann die Raumtemperatur um mindestens 2 °C gesenkt werden, das macht eine Einsparung von bis zu 10 % aus. Aufgrund der niedrigen Vorlauftemperaturen bei der Fußbodenvariante werden die Wärmeverluste noch verringert. Wenn man dann noch die Kosten zwischen Heizkörper und Fußbodenheizung hinsichtlich des Materials vergleicht, wird schnell klar: Die Fußbodenheizung kostet eigentlich nicht viel mehr als Heizkörper mit passendem Zubehör.

 

Herausragend innovativ: die Wärmepumpe

Die Wärmepumpe entnimmt bis zu drei Viertel der erforderlichen Heizenergie der Umwelt. Lediglich der Rest muss durch elektrischen Strom ergänzt werden. Keine Frage: damit sind Sie sowohl ökologisch als auch ökonomisch klar im Vorteil. Immerhin reduziert sich dadurch die CO2-Emission gegenüber konventionellen Heiztechniken erheblich (bis zu 55 %). Das gilt auch für Ihre Heizkosten, denn Wärmepumpen zeichnen sich dazu durch sehr niedrige Betriebskosten aus – Sie können immerhin bis zu 75 % einsparen. Das bedeutet, dass die etwas höheren Anschaffungskosten schnell wieder ausgeglichen werden. Doch es kommt noch besser: Wärmepumpen erfordern wenig Wartung und der Besuch des Schornsteinfegers entfällt. Und so funktioniert’s: Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme, pumpt sie auf ein höheres Temperaturniveau und gibt diese an Heizung und Warmwasserversorgung ab. Schon gewusst? Die Bundesregierung fördert den Einsatz von Wärmepumpen im Wohn- und Objektbereich. Danach wird der Einbau einer Wärmepumpenanlage im Neubau oder im Bestand mit attraktiven Zuschüssen unterstützt.

 

Zeit ist Geld – das gilt auch für die Warmwasserbereitung

Kurze Anbindungen sind komfortabel. Und für diese können bei der zentralen Warmwasserbereitung Zirkulationssysteme sorgen, bei denen das warme Nass durch Ringleitungen umgewälzt wird. Doch dieser Komfort ist nicht umsonst: Er kann zu hohen Verteilungsverlusten führen. Klar im Vorteil sind moderne Systeme. Hier wird die Zirkulationspumpe abhängig von Tageszeit und Verbrauch gesteuert. Denn sind wir doch mal ehrlich: Nachts besteht wohl keine intensive Warmwassernutzung. Daher bedeutet es für Sie keine Einschränkung, wenn die Betriebsintensität der Pumpe gedrosselt wird – es bedeutet lediglich, dass Ihr Budget entlastet wird. Und wer lässt sich das nicht gern gefallen? Auch wenn Sie nicht die komplette Anlage erneuern wollen – einen ähnlichen Effekt erzielen Sie mit der Nachrüstung einer Zeitschaltuhr. Und die ist, gemäß der Energiesparverordnung, sogar gesetzlich vorgeschrieben. Eine Alternative: Ein Druckdifferenzschalter. Wenn Sie das Warmwasser öffnen, fällt der Druck in der Wasserleitung ab. Die Pumpe registriert dies, beginnt zu arbeiten und innerhalb weniger Sekunden steht warmes Wasser zur Verfügung. Der Vorteil: Die Pumpe läuft nie ohne Bedarf – und Sie sparen.

 

Dezentrale Warmwasserbereitung

Die Qual der Wahl hat man bei der Entscheidung für die richtige dezentrale Warmwasserbereitung: Warmwasserspeicher, Kleinspeicher oder den elektronischen Durchlauferhitzer? Vielleicht bietet die unterschiedliche Effizienz der unten beschriebenen Modelle ja eine Entscheidungshilfe.

Der Warmwasserspeicher: Liefert Wasser für mehrere Entnahmestellen, Fassungsvermögen 30 - 150 l, mehrere Varianten möglich (Unterbaugeräte, wandhängende Geräte), stufenlose Temperaturwahl, Aufheizen erfolgt nachts zum Schwachlasttarif, beim Kauf auf Bereitschaftsstromverbrauch achten.
Der Kleinspeicher: Kleine Variante, für Entnahmestellen, die nur begrenzt Wasser benötigen (unter Waschbecken/Spüle), Wärmedämmung reduziert Wärmeverluste, Fassungsvermögen 5 - 10 l.
Der elektronische Durchlauferhitzer: Eingesetzte Energie wird ohne Verluste genutzt, Wasser erwärmt sich beim Durchfluss im Gerät, stufenlose Temperaturregelung, Temperatur bleibt bei Wasserdruckschwankungen konstant.

Eine dezentrale Bereitung ist effektiver
Rund 11 % des Endenergieverbrauchs im Haushalt entfallen auf die Warmwassererzeugung. Da lohnt es sich, Gedanken über die richtige Handhabung von Durchlauferhitzern und Warmwasserspeichern zu machen – und so Energie zu sparen. Eine dezentrale Warmwasserbereitung mag Ihnen im Vergleich zur zentralen zunächst unbequemer erscheinen, sie ist aber effektiver, denn: Das Wasser wird tatsächlich nur dort erwärmt, wo es auch wirklich gebraucht wird. Dies geschieht
mittels verschiedener elektrischer Systeme (elektronischer Durchlauferhitzer, Warmwasserspeicher), welche sich an die aktuellen örtlichen Gegebenheiten anpassen lassen.
Ihr Vorteil: Im Gegensatz zu einer zentralen Bereitung haben Sie hier geringe Wärmeverluste aufgrund von zu langen Leitungswegen. Denn auch bei gut gedämmten Leitungen lassen sich solche Verluste nicht verhindern.

Elektronischer Durchlauferhitzer – der Vorreiter

Der Clou an diesem Gerät: Beim elektronischen Durchlauferhitzer wird eingesetzte Energie ohne Verluste genutzt und das kann immerhin bis zu 60 % Einsparung bedeuten. Das Wasser wird nicht etwa ständig warm gehalten, sodass keinerlei Bereitschaftsverluste entstehen. Es erwärmt sich im Durchfluss beim Durchströmen der Geräte.
Noch ein Pluspunkt ist die exakte, stufenlose Temperaturregelung: im Gegensatz zu alten hydraulischen Geräten. Diese können Sie zum Energiesparen z. B. vor dem Duschen so einstellen, dass Sie kein kaltes Wasser beimischen müssen. Denn je niedriger die Temperatur, desto energiesparender die Erwärmung. Darüber hinaus lässt sich dieses Gerät nicht aus der Ruhe bringen: Die Temperatur bleibt auch bei Wasserdruckschwankungen konstant. Für die Installation wird nicht mehr benötigt, als eine Kaltwasserleitung und ein entsprechender Stromanschluss. Durch seine kompakte Größe ist das Gerät nahezu überall einsetzbar. Und da keine Kalkablagerungen entstehen, entfallen die Kosten für die Wartung.